Diakonie-Bautzen_Altenhilfe

Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst




Es gibt kein Leid,
das fremdes Leid ist.

(Konstantin Simonov)


"Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen sterbende Menschen und deren Angehörige mit ihren Bedürfnissen und Rechten. Sie zielt vor allem auf Schmerztherapie, linderende Pflege und Zuwendung. Diese lebensbejahende Grundidee schließt aktive Sterbehilfe aus.

Wesentliches Element der Hospizarbeit ist die Sterbebegleitung durch ehrenamtliche Mitarbeitende im Hospizdienst. Sie werden in speziellen Vorbereitungskursen geschult und selbst in regelmäßigen Treffen im Sinne einer Supervision begleitet. Sie ermöglichen durch ihre Arbeit ein Sterben zu Hause.

Definition Palliativmedizin:
Sie ist die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, für die das Hauptziel der Begleitung die Lebensqualität ist."

(Quelle: Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin Deutschland 2006/2007, Sabatowski, Radbruch, Nauck, Roß, Zernikow, hospiz-verlag, Wuppertal, 2006)

Unsere Aufgabe:



"Ein Stück von deinem Weg mit uns - Zuwendung und Begleitung in Zeiten von Krankheit und Leid."
- Professionelle Beratung und Begleitung
- Seelsorgerlicher Beistand
- Palliative Care Bereatung (Schmerzlinderung)
- Hilfe bei Behördenangelegenheiten, der Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht

Angebote für trauernde Menschen:
- Einzelgespräche und Gruppentreffen für trauernde Erwachsene und Jugendliche

Angebote für Pflegende und Begleiter:
- Weiterbildung und Fallbesprechung

Unser Ziel ist es, die Würde des Sterbenden zu achten und ihm eine selbst bestimmte Gestaltung seiner letzten Lebensphase zu ermöglichen. Dies beinhaltet auch die Respektierung der individuellen lebensweltlichen, religiösen und spirituellen Vorstellungen.

Sprechen über Tod und Sterben


Wir wollen den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit tragen und so die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben fördern.

Bildungsangebote:


  • Seminare zum Thema „Sterbende begleiten lernen“
  • Mitarbeiterschulungen zur Thematik der Gesprächsführung mit Sterbenden und ihren Angehörigen und Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen.

Unterstützung:


Haben Sie Interesse uns zu unterstützen? Wir möchte mit unserer Arbeit mehr Menschen für ein ehrenamtliches Engagement interessieren. Bitte rufen Sie uns an. Machen Sie unseren Dienst in Ihrem persönlichen Umfeld und bei Betroffenen bekannt.

Angebote für ehrenamtliche Mitarbeitende:
- Fundierte Ausbildung
- Ständige fachliche Begleitung
- Regelmäßige Weiterbildungen
- Gemeinsame Unternehmungen mit der Gruppe

Unser Team:


Unser Team besteht in erster Linie aus, nach dem Celler Modell ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeitenden der unterschiedlichsten Berufsgruppen und vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Die Ehrenamtlichen werden unterstützt von in der Palliativmedizin erfahrenen Medizinern, Seelsorgern und Pflegekräften. Wir ergänzen durch unser Angebot die Leistungen bestehender Dienste (Sozialstation, Ärzte, Pflegedienste). Unsere Betreuung ist kostenlos sowie unterliegen wir der Schweigepflicht. Ebenso erfolgt unsere Begleitung unabhängig von der Nationalität, Religion und Weltanschauung.

Ein Erfahrungsbericht



„Menschlichkeit braucht Unterstützung“



Mitte August dieses Jahres bekamen wir einen Anruf von einer Sozialdienst – Mitarbeiterin einer Dresdner Klinik.Ein 48-jähriger, allein lebender Mann, mit fortgeschrittener Hirntumorerkrankung mit starken Schmerzen und mit linksseitiger Körperlähmung, sollte in den nächsten Tagen nach Hause entlassen werden. Es war sein dringender Wunsch nach 3 Monaten Abwesenheit von zu Hause wieder heim zu kommen.

Die Pflege war im Vorfeld mit einem Pflegedienst und der im Ort lebenden Schwester abgestimmt und vorbereitet worden. Die psychosoziale Begleitung durch den Hospizdienst wurde ebenfalls vom Patienten gewünscht.

Nach Übernahme des Patienten in die Häuslichkeit stellte der Pflegedienst fest, dass er den erforderlichen Aufwand an pflegerischer Versorgung Tag und Nacht nicht leisten konnte, da die er nicht ausreichend über den tatsächlichen Pflege- und Hilfebedarf informiert war.

Nach einer entsprechenden Information des Pflegedienstes an die Hausärztin sollte deshalb der Patient am nächsten Tag wieder nach Dresden ins Krankenhaus verlegt werden. Diese Information löste bei dem Patient eine schwere seelische Krise aus, denn er wollte, unter k e i n e n Umständen wieder zurück ins Krankenhaus.

Daraufhin setzten sich die Schwester des Patienten mit dem Hospizdienst der Diakonie Bautzen in Verbindung und suchte nach einer Lösung. Gemeinsam entwarfen wir einen lückenlosen Zeitplan, wann wer von uns abwechselnd bei dem Kranken bleibt, wenn der Pflegedienst nicht da ist. Der Patient war allein total hilflos, konnte sich weder zu trinken nehmen, noch allein umdrehen oder Medikamente einnehmen und er hatte große Angst. Gleichzeitig stellten wir auf Wunsch des Patienten den Antrag für baldmöglichste Aufnahme im stationären Hospiz bei der zuständigen Krankenkasse.

Die Betreuung konnte jetzt für die nächsten 4 Tage in der Häuslichkeit durch Pflegedienst, die Angehörigen, Hausärztin und haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstdienstes rund um die Uhr abgesichert werden. Der Patient war dankbar und überglücklich zu Hause bleiben zu können.

Nach dem Wochenende kam die Genehmigung der Krankenkasse für die Aufnahme ins stationäre Hospiz. Damit war der Patient einverstanden.Durch schnelles gemeinsames Handeln konnte neues Leid für einen schwerkranken Menschen, der nur noch kurze Zeit zu leben hat, vermieden werden. Sein Wunsch, noch einmal in seiner Wohnung zu sein, wurde erfüllt. Das ist für mich christliche Zuwendung und Menschlichkeit, die durch Unterstützung aller Beteiligten gelebt wurde.

von Renate Diener, Leitende Koordinatorin a.D.


Unsere Veranstaltungen und Fortbildungen 2018


[Bild: PDF-Icon] Veranstaltungen 2018
 
[Bild: AHD Team]
AHD Team
von links nach rechts:

Veronika Maria Deckwart (Koordinatorin, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Petra Schön (Leitende Koordinatorin, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Anke Zimmermann (Krankenschwester, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Claudia Mehnert (Krankenschwester, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)

Kontakt und Adresse in

Bautzen:
Diakonisches Werk Bautzen e. V.
Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst
Karl-Liebknecht-Straße 7
02625 Bautzen

Ansprechpartnerinnen:


Petra Schön
(Leitende Koordinatorin, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Tel.: (03591) 4816-24

Veronika Maria Deckwart
(Koordinatorin, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Tel.: (03591) 4816-54

Anke Zimmermann (Krankenschwester, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)

Claudia Mehnert (Krankenschwester, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Tel.: (03591) 4816-20
Fax: (03591) - 4816-42
Bereitschafts-Nr. 0172-7968401
e-Mail: hospizdienst@diakonie-bautzen.de

Unsere Sprechzeiten in Bautzen:


Dienstag: 14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Außenstelle Bischofswerda:

Kontakt und Adresse


Diakonisches Werk Bautzen e. V.
Altenpflegeheim "Zur Heimat"
Bautzener Straße 37
01877 Bischofswerda

Ansprechpartnerin:


Anke Zimmermann (Krankenschwester, Palliative Care Fachkraft, Trauerbegleiterin)
Mobil: 0173-5146678
Bereitschafts-Nr.: 0172-7968401
e-Mail: hospizdienst@diakonie-bautzen.de

Unsere Sprechzeiten in Bischofswerda:


Montag: 10.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Anfahrt:


Mit dem Auto: A4 Burkau, B 6, B 98
Bus: Zentralhaltestelle Bahnhof 10 min, Haltestellen Kirchstraße/Lindenstraße oder Kirchstraße/Kirche 5 min, Haltestelle Muntschickstraße (Alter Friedhof) 5 min.
Bahn: Zittau-Dresden, Görlitz-Dresden u. umgekehrt

Außenstelle Weißenberg:

Kontakt und Adresse


Diakonisches Werk Bautzen e.V.
Altenpflegeheim Weißenberg
Nieskyer Straße 12
02627 Weißenberg

Bereitschafts-Nr. 0172-7968401

"In Weißenberg, im Altenpflegeheim der Diakonie bieten wir Beratungsgespräche bei Bedarf, nach vorheriger Vereinbarung an (über unser Büro in Bautzen)."
Die Betreuung durch unsere Hospizhelferinnen und Hospizhelfer ist kostenlos. Durch Ihre Mitarbeit und Spende können wir diesen Dienst erhalten und ausweiten.

Unsere Bankverbindung-Spendenkonto:


Diakonisches Werk Bautzen e. V.
Bank für Kirche und Diakonie
KD-Bank eG
IBAN: DE66 3506 0190 1611 2300 24
BIC: GENODED1DKD

Siloah - Christliche Hospiz Ostsachsen gGmbH



Lebensbegleitung bis zuletzt



Stationäre Hospize sind geschützte Orte für sterbende Menschen, Orte mit familiärem Charakter, an denen todkranke Menschen Geborgenheit und Zuwendung erfahren dürfen und in würdiger Form Abschied nehmen dürfen. Nähere Informationen des stationären Hospizes in Herrnhut finden Sie hier:

Siloah - Christliche Hospiz Ostsachsen gGmbH [[Grafik: externer Link]]